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Modul: Cashflow-Analyse
🎯 Zweck
Die Cashflow-Analyse simuliert den vollständigen Zahlungsfluss Ihres Immobilieninvestments über die gesamte Kreditlaufzeit
Sie zeigt die jährliche Entwicklung von Zinsen, Tilgung, Einnahmen, laufenden Kosten und Renditekennzahlen (ROI / ROE).
Damit erhalten Sie eine realistische Projektion der Liquidität und Kapitalentwicklung Ihres Investments.
📘 Tabellenstruktur
| Spalte | Bedeutung | Formel / Herkunft |
|---|---|---|
| Jahr | Laufzeitjahr der Simulation | 1 … n |
| Zinsen (€) | Zinsanteil der Annuität im jeweiligen Jahr | Restschuld × Sollzins |
| Tilgung (€) | Tilgungsanteil der Annuität | Annuität – Zinsen |
| Annuität (€) | jährliche Kreditrate (Zins + Tilgung) | konstant über Laufzeit |
| Restschuld (€) | verbleibender Kreditbetrag am Jahresende | Restschuld Vorjahr – Tilgung |
| Erträge (€) | jährliche Nettomiete oder Betriebserlöse | Miete × (1 + Steigerungssatz)ᵗ |
| Aufwendungen (€) | Summe aller laufenden Kosten inkl. Zinsen & Tilgung | Bewirtschaftungskosten + Rücklagen + Zinsen + Tilgung + Leerstand |
| FCF (€) (Free Cashflow) | frei verfügbarer Jahresüberschuss nach allen Aufwendungen | Einnahmen – (Zinsen + Bewirtschaftung + Rücklagen + Tilgung) |
| ROI (%) | Rendite auf Gesamtkapital | (FCF / Gesamtkapital) × 100 |
| ROE (%) | Eigenkapitalrendite | (FCF / eingesetztes Eigenkapital) × 100 |
⚙️ Rechenlogik im System
Annuitätendarlehen
- Die Annuität (Zins + Tilgung) bleibt über die gesamte Laufzeit konstant.
- Mit jeder Zahlung sinkt der Zinsanteil, während der Tilgungsanteil entsprechend steigt.
Zinsen als laufende Ausgabe
- Zinsen werden explizit als Kosten erfasst, da sie eine Liquiditätsbelastung darstellen.
- Sie erscheinen in der Spalte "Aufwendungen".
Tilgung als Vermögensumschichtung
- Tilgung reduziert die Restschuld, ist aber keine Betriebsausgabe im Sinne des Vemögensaufbaus. Im Kontext des FCF ist sie aber "Cash-Out" daher wird sie bei den Aufwendungen eigerechnet bzw. von den Einnahmen abgezogen.
- Sie wird separat dargestellt, da sie den Vermögensaufbau (Eigenkapitalzuwachs) widerspiegelt.
Dynamische Einnahmenentwicklung
- Erträge können mit einer jährlichen Indexsteigerung (Standard: +2 % p.a.) simuliert werden.
- So lassen sich inflationsgesicherte Mietverträge realistisch abbilden.
FCF (Free Cashflow)
- Der wichtigste Indikator: zeigt den tatsächlich verfügbaren Jahresüberschuss nach allen Zahlungen –
inkl. Zinsen, Tilgung, Rücklagen und Bewirtschaftungskosten.
ROI / ROE-Entwicklung
- Mit sinkender Restschuld und steigendem Nettoüberschuss steigen ROI und ROE kontinuierlich.
- Das System berücksichtigt den zunehmenden Eigenkapitalanteil automatisch.
💡 Interpretation
Zinsen = laufende Ausgabe:
Sie mindern den jährlichen Cashflow und werden in der Spalte Aufwendungen erfasst.Tilgung = Vermögensaufbau:
Sie verringert die Restschuld und erhöht das Eigenkapital, ist aber kein Aufwand im steuerlichen Sinn.Positiver FCF:
Das Objekt erwirtschaftet einen realen Überschuss im Jahr n nach sämtlichen Zahlungen (inkl. Kreditdienst).Negativer FCF:
Das Objekt erwirtschaftet einen realen Verlust im Jahr n.Steigende ROI / ROE:
Mit fortschreitender Laufzeit sinkt die Zinslast, der Nettoertrag steigt – dadurch verbessert sich die Kapitalrendite.
🔍 Kurz gesagt
Der Cashflow in Allround.Immo bildet alle realen Geldflüsse eines Immobilieninvestments ab.
- Zinsen zählen als laufende Ausgabe.
- Tilgung gilt als Kapitalrückführung (Vermögensaufbau).
Das Ergebnis:
Der Free Cashflow (FCF) zeigt exakt, wie viel Liquidität nach Kapitaldienst und laufenden Kosten tatsächlich verbleibt –
und damit, ob Ihr Investment positiv cashflowt oder zusätzlichen Kapitalbedarf erfordert.